Projektergebnisse
In der im Juni 2010 beendeten Machbarkeitsstudie konnten verschiedene Seilbahnkonzepte und Lösungsvarianten erarbeitet werden. Im Einzelnen handelt es sich um die Konzepte Luftseilbahn, Standseilbahn und RailCab. Alle Varianten können technisch realisiert werden und könnten am Beispiel des ISETEC II Projektes auf dem EUROGATE Terminal in Hamburg umgesetzt werden. Bei der Ermittlung der Randbedingungen stieß das Projektteam auf eventuell auftretende Risiken und mögliche Zusatzkosten für die unterschiedlichen Konzepte und deren Lösungsvarianten, die bei einer zweiten Projektphase Berücksichtigung finden müssten.
Bei den wirtschaftlichen Evaluationen konnten die Kosten durch Richtpreisangebote und Schätzkosten zusammen getragen und die Gesamtkosten der einzelnen Varianten ermittelt werden. Dabei stellte sich heraus, dass die Standseilbahn und das RailCab-System im Hinblick auf das Kosten-/ Leistungsverhältnis und die hieraus resultierende Amortisationszeit die günstigsten Varianten darstellen. An dieser Stelle fließt das technische Risiko allerdings noch nicht ein.
Das technische Risiko wird nachfolgend für die unterschiedlichen Seilbahnkonzepte dargestellt:
Luftseilbahn
Bei der Luftseilbahn sind die in die Stationen eingeleiteten Kräfte mit den dazugehörigen Gegengewichten extrem groß. Dies hat zur Folge, dass die Stationen entsprechend dimensioniert werden müssen und somit hohe Investitionskosten verursachen. Außerdem konnte bislang nicht geklärt werden, ob ggf. weitere Schutzfunktionen gegen einen Absturz des Systems installiert werden müssten. Die Seilbahntechnologie ist nur zum Teil bekannt, entsprechende Kenntnisse könnten jedoch in einem absehbaren Zeitraum angeeignet werden.
Standseilbahn
Die Risiken einer Standseilbahn beziehen sich lediglich auf eine bislang noch nicht eingesetzte Technologie. Da es sich aber um eine zu den modernen Containerbrücken analoge Technik handelt, stellen Wartung und Instandhaltung kein besonderes Risiko dar.
RailCab
Diverse Komponenten des RailCab sind noch nicht im Einsatz, die entsprechenden Randbedingungen bislang nicht erprobt. Die notwendige Stromschiene bedeutet zusätzlichen Aufwand bei der Brückenkonstruktion, ein erhöhtes Ausfallrisiko und ein sicherheitstechnisches Gefahrenpotential. Der Hersteller konnte kein Konzept zum Bergen des RailCab auf der Strecke vorlegen. Auch die Technologie eines Linearantriebs, der Steuerung mit passiven Weichen und die Steuerung der Gesamtanlage sind terminalseitig nicht bekannt. Instandhaltungs- und Wartungsaufwand sind erheblich.
Auf Basis der Machbarkeitsanalyse entscheidet das Terminal nach Abschluss des Vorhabens über dessen Weiterführung in eine zweite Projektphase. Es wird eine Entscheidung für einen Anlagentyp und eine dazugehörige Variante getroffen. Danach kann mit der detaillierten Ausarbeitung und Umsetzung begonnen werden.
Abschlussveranstaltung "ISETEC II"
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Programmflyer als Download
Ansprechpartnerin: Daniela Wirtz