Projektdetails

- Quelle: EUROGATE
Hintergrund:
Um auf die zukünftigen Herausforderungen, insbesondere im Containerumschlag, angemessen reagieren zu können, ist es für die deutschen Containerhäfen dringend erforderlich, auch im Bereich der Ortungstechnologien alle technologischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um Verzögerungen beim Ladungsumschlag auf den Terminals zu vermeiden. Ohne stützendes Ortungssystem muss der Fahrer des Van-Carriers (VC) selbst seine Positionsdaten (Block, Reihe, Nummer, Lage) diszipliniert bei der Aufnahme bzw. beim Absetzen der Container überprüfen, über das Datenfunksystem manuell bestätigen und so dem Operationssystem mitteilen. Aus dem manuellen Prozessablauf resultiert ein großes Fehlerpotential sowie ein hoher Zeitaufwand.
Zielsetzung und Arbeitsinhalt:
Ziel des Projektes Ortung ist es, die für den Hafenbetrieb bestgeeignete Ortungstechnologie zu identifizieren, ihre Verwendungsmöglichkeiten im Terminalbetrieb zu untersuchen und ihre Tauglichkeit im realen Umschlagprozess zu testen. Durch die Automatisierung des Ortungsprozesses könnte die Fehlerquelle eliminiert und der Prozess beschleunigt werden. Abhängig von der Ausführung der Installation könnte zudem die Koordinierung der Flurfördergeräte durch Kenntnis ihrer Position optimiert werden, was angesichts der zunehmenden Horizontaltransporte immer wichtiger wird. Schließlich würde die Verknüpfung der vom Ortungssystem gelieferten Positionsdaten mit der Logistiksoftware des Terminals die Arbeitsabläufe in der Abfertigung neu strukturieren. Der Einsatz von Ortungstechnologien würde somit auf verschiedenen Ebenen zu einer Optimierung der Terminalprozesse beitragen.
Die Technik selbst ist prinzipiell bereits vorhanden und wird in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt. Containerterminals stellen allerdings ein sehr spezielles Einsatzgebiet dar, welches durch seine Struktur und die erforderliche Positionsgenauigkeit im cm-Bereich besondere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit eines derartigen Systems stellt. Es gibt daher keine Standardlösung, die einfach bei einem Hersteller erworben werden kann, sondern jeder Terminalbetreiber hat eigene Anforderungen, die nur durch die Auswahl und den Zusammenbau spezieller Einzelmodule zu einem Gesamtsystem erfüllt werden können. Darüber hinaus ist eine Anbindung an das Operationssystem zwingende Voraussetzung und muss in einem ausführlichen Praxistest erprobt werden. Weiterhin sind die Terminalbetreiber bestrebt, eine einmal gefundene Konfiguration auf möglichst vielen Terminals einsetzen zu können.
Abschlussveranstaltung "ISETEC II"
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Programmflyer als Download
Ansprechpartnerin: Daniela Wirtz