Projektdetails

- Quelle: BLG Logistics
Hintergrund:
Jährlich werden in Bremerhaven mehr als zwei Millionen Fahrzeuge umgeschlagen. Der Transport der Neufahrzeuge zum Terminal, die Lagerung und die technische Bearbeitung bis hin zur Auslieferung an den Automobilhändler - an diesem Prozess sind unterschiedliche Dienstleister beteiligt. Bislang wurden die jeweils relevanten Vorgänge von den beteiligten Unternehmen isoliert betrachtet und optimiert. Angesichts des deutlichen Wachstums der Anzahl der umgeschlagenen Fahrzeuge stößt diese Betrachtungsweise bald an ihre Grenzen. Eine unternehmensübergreifende Betrachtung des gesamten Prozesses ist notwendig, um den Steigerungsraten gerecht zu werden und dabei die Qualität der Dienstleistungen zu erhalten oder weiter zu steigern.
Arbeitsinhalt und Ziel:
Die Abstimmung zwischen den Prozessbeteiligten erfordert eine kurzfrige Planung wie auch eine größtmögliche Transparenz für alle am Prozess beteiligten Akteure. Bislang hat jedoch kein Teilnehmer Zugriff auf alle relevanten Informationen. Ziel des Projektes LogPro ist deshalb, die Planungs- und Steuerungsprozesse der Fahrzeuglogistik durch den Einsatz eines gemeinsamen, prototypischen IT-basierten Leitstandes sowohl für den Terminal- und Technik- als auch für den Transportdienstleister zu verbessern. Dazu soll unter Einbindung moderner Kommunikationstechnologien ein einheitliches Software-System geschaffen werden. Dies soll die operative Auftragsabwicklung in der Fahrzeug-Logistikkette erleichtern. Der kontinuierliche und aktuelle Überblick über alle Aktivitäten in der Kette ermöglicht zudem eine bessere Auslastung der Ressourcen. Die so erlangte Transparenz kann zu einer erhöhten Durchsatzkapazität der Terminals führen. Zudem werden piernahe Dispositionsflächen für den seeseitigen Umschlag nicht mehr durch Lagerfahrzeuge blockiert.
Die Projektergebnisse tragen sowohl zur Effizienzsteigerung von Seehafenterminals als auch zu einer optimalen Nutzung der Hinterlandanbindung bei. Entsprechend modifiziert, kann die Bremer Lösung auch auf andere Seehäfen übertragen werden und dort einen Mehrwert generieren sowie die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Abschlussveranstaltung "ISETEC II"
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Programmflyer als Download
Ansprechpartnerin: Daniela Wirtz