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Projektergebnisse

Nach Abschluss einer umfassenden Prozessaufnahme bei den beteiligten Projektpartnern aus den Bereichen Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen und Lkw-Distribution zum Handel wurden die funktionalen Anforderungen an einen IT-basierten Leitstand im Autoterminal Bremerhaven definiert. Alle relevanten Planungsinformationen, die den Prozessbeteiligten über den Leitstand zur Verfügung gestellt werden müssen, wurden identifiziert. Parallel dazu wurden in aufwändigen Simulationsstudien die zu Projektbeginn aktuellen Prozesse zwei weitere Szenarien gegenübergestellt, die den Entwicklungsschritten des Projektes entsprechen. Im ersten Entwicklungsszenario wurde Informationstransparenz unter den Akteuren angenommen. In einem weiteren Szenario wurden die Auswirkungen des Einsatzes einer unternehmensübergreifenden Planungsmethode auf Basis transparenter Informationen untersucht.

Die Auswertung der auf realen Auftragsdaten basierenden Simulationsläufen zeigten, dass bereits durch die Herstellung von Informationstransparenz eine Verbesserung der betrachteten Kennzahlen erzielt werden kann. So konnten die benötigte Dispositionsfläche um durchschnittlich 10% und die Anzahl der gefahrenen Lkw-Touren um 3,5% reduziert werden. Gleichzeitig stieg rechnerisch die Termintreue um durchschnittlich 16% und der Ladefaktor um 5%. Durch den zusätzlichen Einsatz der im Projekt entwickelten unternehmensübergreifenden Planungsmethode konnte das Verbesserungspotential des Leitstandsystems voll ausgeschöpft werden. In der Simulation dieses Szenarios sank die notwendige Dispositionsfläche um 44%. Durch diese Reduktion können wertvolle Flächen im räumlich begrenzten Hafenareal für andere Nutzungen freigesetzt werden. Außerdem zeigte sich ein Reduktionspotential von 15% bei der Anzahl der Lkw-Touren zur Verteilung der Neufahrzeuge im Binnenland, eine Erhöhung der durchschnittlichen Termintreue um 51% sowie eine Erhöhung des durchschnittlichen Ladefaktors der Lkw um 20%.

Die positiven Ergebnisse der simulativen Untersuchung und das hohe Interesse der beteiligten Partner am Prototypen des Leitstandes - den die BLG LOGISTICS zu einer praxistauglichen IT-Anwendung weiterentwickelt - belegen und unterstreichen den Ansatz des Forschungsprojekts. Die erzielten Ergebnisse zeigen die Notwendigkeit von transparenten Informationen für effiziente Prozessabwicklung und tragen sowohl zur Effizienzsteigerung von Seehafenterminals als auch zu einer verbesserten Nutzung der Hintelandanbindung bei. Entsprechend modifiziert, kann die entwickelte Lösung auch auf andere Seehäfen übertragen werden und dort einen Mehrwert generieren sowie die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

 

 

Abschlussveranstaltung "ISETEC II"

Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.

Programmflyer als Download

Ansprechpartnerin: Daniela Wirtz

Allgemeine Informationen

 

Der PT MVt ist organisiert im PT - Netzwerk.

 



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